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Man erreicht mit dem Autobus die berühmte „Piazza del Gesù“. Dort besucht man die Kirche der S. Chiara, welche aus dem 13.Jahrundert stammt und in gotischem Stil auf Geheiß des Robert von Anjou gebaut wurde. Mit dem anliegenden Kloster der Klarissinnen wurde sie eines der größten kirchlichen Gebäude des Mittelalters in Neapel.

Im Inneren der Kirche, erbaut von 1310 bis 1328, befinden sich die wunderschönen Familiengräber der Anjou-Dynastie. Sie bezeugen den Besuch in Neapel von einem der größten Bildhauer des 13. Jahrhunderts – Tino da Camaino - .Hinter dem Hauptaltar befindet sich das großartige Grab von Robert von Anjou, König von Neapel. In S. Chiara vereinigen sich die Leichtigkeit der gotischen Elemente mit der Kraft der romanischen Architektur, welche sich in den Rundbögen der seitlichen Kapellen und in dem Dachbinder ausdrückt. Von bemerkenswerter Wichtigkeit ist die Kapelle der Bourbonen, wo einige der spanischen Dynastie-Mitglieder beerdigt sind. Die Kirche wurde 1943 von den amerikanischen Bombardierungen im 2. Weltkrieg durch einen Bombeneinschlag fast vollständig zerstört, aber eine sehr gut und geschickt geführte Rekonstruktion – Anfang der 50ger Jahre - hat ihr den originalen Glanz, die antike Pracht und die gotische Urform zurückgebracht.

Es geht weiter mit dem Besuch des Majolika-Kreuzganges, welcher sich im Inneren des Klosters befindet. Die Restauration des Kreuzganges wurde im Jahr 1740 durchgeführt. Sie ist ein Werk von Antonio Domenico Vaccaro, welcher die Bänke und Pfeiler mit Majoliken – welche die lebendigen Farben des Mittelmeeres wiederspiegeln – verkleidet. Dieser Kreuzgang wurde so ein Meisterwerk der Rokoko-Kunst in Italien.

In dem Kreuzgang befinden sich auch eine wunderschöne Neapolitanische Weihnachts-Krippe aus dem 18. Jahrhundert und ein kleines Museum, wo man Barockelemente der zerstörten Kirche – welche die Zerstörung überstanden haben – und Werke aus anderen Franziskaner-Klosteranlagen bewundern kann.

Weiter geht es mit dem Besuch der „Chiesa del Gesù“ welche eines der schönsten Beispiele Barocker Kunst in der Stadt darstellt. Der Grundriss stellt ein griechisches Kreuz dar, die Decke ist komplett mit Fresken verziert und die Wände sind mit Stuckarbeiten und vielfarbigen Marmorintarsien bedeckt.

Es geht weiter entlang der Straße „Via B. Croce“, die sogenannte „Spaccanapoli“(Neapelspalter), um zur „Piazza S. Domenico Maggiore“, welche ihren Namen von der Dominikanischen Kirche an einer ihrer Seiten bekam, zu kommen. Im Zentrum des Platzes befindet sich die Kegel-Säule von S. Domenico aus dem 17. Jahrhundert.

Weiterfahrt von „Piazza Nilo“. Sie bekam ihren Namen, weil hier eine Marmorstatue gefunden wurde, welche den Fluss Nil darstellen sollte. Diese Statue bezeugt die Anwesenheit der Händler aus Alexandrien von Ägypten zur Römerzeit. Es geht immer weiter, entlang Spaccanapoli um die Straße „S.Gregorio Armeno“ zu erreichen. Diese Straße ist besser bekannt als die Straße der Weihnachts-Krippen. Hier findet man kleine Läden, Geschäfte und Handwerks-Betriebe welche dafür sorgen, dass in dieser Stadt eine antike Tradition überlebt: Die des Krippen-Baues. Diese Tradition hatte ihre goldene Zeit im 17. Jahrhundert.

Hier wird einige Zeit zur freien Verfügung gegeben.

Rückfahrt zur Piazza del Gesù.