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Nach der Sage wurde die Stadt von dem griechischen Helden Herkules gegründet. Herculaneum wurde 62. n.Chr. durch ein Erdbeben fast zerstört und dann 79 n. Chr. – ebenso wie die Stadt Pompeji – bei einem Ausbruch des Vesuv unter einer über 15m hohen Schicht von Asche und Schlamm verschüttet. Hier erreichte die Schlammschicht teilweise sogar ca. 30m Höhe und indem sie versteinerte, wurden Möbel aus Holz, Einrichtungs- und Dekorationsgegenstände, Vasen, Gegenstände aus dem täglichen Leben, Bronze- und Marmorstatuen und eine wichtige Bibliothek aus Papyrusrollen (welche in der Villa dei Papyri gefunden wurde) perfekt erhalten und konserviert. Diese Dinge können heute in ihrem Originalzustand im Nationalmuseum von Neapel bewundert werden. Diese Stadt hatte eine wesendlich kleinere Oberfläche gegenüber des viel berühmteren Pompeji, aber deswegen darf man nicht glauben, das sie weniger wichtig wäre, was ihren historischen und archäologischen Wert angeht.
Die ersten Überreste Herculaneums wurden 1709 entdeckt. Die systematischen Ausgrabungen begannen jedoch erst um 1738. Dabei wurde ein Teil der Stadt und bedeutende Objekte, wie Möbel, Statuen und Malereien freigelegt. Reichen Römern diente Herculaneum als Erholungsort. Viele der ausgegrabenen, reich geschmückten Villen und das Theater enthielten herrliche Marmor- und Bronze-Skulpturen, sowie Mosaikreliefs.
Da Herculaneum viel näher als Pompeji an der griechischen Stadt Neapel lag, wurde sie viel stärker von der griechischen Kultur und Kunst beeinflusst. Deswegen sind viele Kunsthistoriker einer Meinung, dass Herculaneum, obwohl viel kleiner als Pompeji, eleganter aussah und das die Einwohner ein wesendlich höheres kulturelles Niveau besaßen.
Die nah nebenliegende Ausgrabungsstadt von Pompeji ist zwar wesendlich größer, kommt aber bei weitem nicht an den raffinierten Geschmack in der Malerei und in den musivischen Dekorationen Herculaneums heran. Des weiteren präsentiert sich Pompeji absolut nicht so gut konserviert.
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