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In der National-Bibliothek von Wien ist die spät-mittelalterliche Neubearbeitung eines römischen Routen-Planes aus der Kaiserzeit: Die sogenannte „Tavola Peutingeriana“, welche den Namen von ihrem Entdecker, dem deutschen Humanisten Konrad Peutinger, trägt. Diese Straßenkarte geht aus vom Ganges bis zum Atlantik und das Zentrum von Oplontis erscheint ca. 3 Meilen von Pompeji, dem heutigen Torre Annunziata.

Der Ursprung des Namens Oplontis ist nicht ganz klar, vielleicht kommt er von „opulentia“(üppig), sich beziehend auf die Pracht der dort befindlichen Villen.

Zwischen ihnen sticht ganz besonders die der Poppaea hervor, sich beziehend auf Poppaea Sabina, zweite Frau des Kaisers Nero. Ihren Ursprung konnte man feststellen, durch den Fund einer Amphora mit einer Inschrift welche einen Freigelassenen der Poppaea zitiert und einem Krug, welcher aus der örtlichen Ziegel-Fabrik der Kaiserin stammt.

Die Villa Oplontis ist das bezeichnerste und größte Beispiel vorstädtischer Villen.

Sie wurde ab dem 1. Jahrhundert vor Christus gebaut und mit strahlend schönen Malereien verziert. Einige von ihnen bieten fantastische Prospektiven an, getäuschte Gebäude, erdachte Landschaften.

In den Fresken der verschiedenen Räumen erscheinen Gemäldetafeln mit Naturbildern und alltäglichen Lebens-Szenen, welche die Fresken der berühmten Mysterien-Villa (Villa dei Misteri) aus Pompeji und die aus Boscoreale – welche im archäologischen Museum in Neapel aufbewahrt sind - nachbilden.

Das lässt evtl. vermuten, das der außergewöhnliche Kunst-Geschmack und die Eleganz der Technik zurückzuführen sind auf die gleiche Gruppe von Malern, welche alle in dem Bereich um den Vesuv herum arbeiteten.